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Der Weg in die Stille - Meditation

Wo findest du deine persönliche Stille?

In der Natur?

 

"Die Stille ist in den Bergen oft ungeheuer gegenwärtig und raumfüllend.

 

Stille ist kein Mangel an Schall,

kein Ausbleiben von Geräuschen,

kein Ausdruck eines Fehlens, so wie die Dürre ein ausgeprägter Mangel an Flüssigkeit ist.

 

Sie ist ganz im Gegenteil ein Zustand der Fülle, etwas das einen Raum ausfüllt und sogar das Auftreten von Lauten und Tönen überdauern kann. Manchmal bleibt es still, auch wenn Geräusche kommen.

 

In Augenblicken scheint es, als ließe sich in den Bergen diese Stille sogar hören.

Der Gang in die Berge ist in gewisser Weise ein Gang in die Ewigkeit.

Zu jenem Sein und jenem Urgrund von Leben also, das nicht einbezogen ist in das Spiel von Zufall und Veränderung, von Neugestaltung und Zerstörung."

(Knut Waldau und Helmut Betz in ihrem ausgezeichneten spirituellen Wegbegleiter durchs Gebirge)

 

In der Meditation?

 

Und wenn die Welt plötzlich verstummt,

der Kopf weich und leer,

der Körper nur noch eine wage Erinnerung,

dann erfüllt die Kraft der ewigen Stille dein ganzes Wesen.

In diesem Raum - jenseits von richtig und falsch - ist alles.

 

 

Wer regelmässig meditiert kennt sie:

Die Stufen der Stille nach Niklaus Brantschen

Stille suchen

Am Anfang steht die Sehnsucht nach Stille. Sie bringt uns in Bewegung und lässt uns nach Zeiten und Räumen der Stille Ausschau halten.

 

Stille ertragen

Kaum sind wir dem Lärm und der Geschäftigkeit entkommen, da möchten wir der eben entdeckten Stille entfliehen statt sie zu spüren und auszuhalten.

 

Stille geniessen

Nur Geduld lässt uns schliesslich zur Ruhe kommen und Freude an der Stille finden.

 

Stille lassen

Stille ist nicht Selbstzweck. Wer das Alleinsein anstrebt, ohne die Hinwendung zu Anderen und zur Welt, bleib in der Innerlichkeit stecken und verliert sich selbst.

 

Stille sein

Das Ziel des Weges ist Stille als Zustand, der alles Tun und Lassen überdauert.

 

(Aus dem Buch "Weg der Stille: Orientierung in einer lärmigen Welt" von Niklaus Brantschen)

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